Allgemeine Informationen

Momentan gibt es eine vielzahl von Organisationen und Programmen, die Begegnungen in In- und Ausland für Jung und Alt ermöglichen. Die Bandbreite reicht vom Schüleraustausch bis zu Seniorenprogrammen, vom Homestay-Programm bis zum Freiwilligendienst.

Ob ein Einzel- oder ein Gruppenaustausch: Für jeden Austauschwunsch und jedes Bedürfnis gibt es also ein passendes Angebot. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gastfamilienaufenthalt als Mittel zur interkulturellen Verständigung.

Im folgenden finden Sie die Programmarten, die am häufigsten Anwendung finden:

Au-Pair
Ist das klassische Austauschprogramm, wo meist junge Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren als Kinderbetreuer bei ausländischen Gastfamilien arbeiten. Der Begriff Au-Pair kommt aus dem französischen und bedeutet auf Gegenseitigkeit. Das heißt: aus einem Au-Pair-Verhältnis sollten beide Partner, Au-pair und Gasteltern, einen Nutzen ziehen. Ein Au-Pair lebt in einer Familie bei freier Kost und Logis, verbessern ihre Sprachkenntnisse, lernt das Land, seine Menschen und die Kultur kennen.
Als Gegenleistung werden Kinderbetreuung und Mithilfe im Haushalt von einem Au-pair erwartet.
Die Hausarbeiten des Au-Pair betragen 30 Stunden in der Woche. Die tägliche Einteilung erfolgt aufgrund beiderseitiger Absprache zwischen Au-Pair und Gastfamilie.
Von einem Au-Pair erwartet man außer der Kinderbetreuung ebenfalls eine leichte Mithilfe bei der täglichen Hausarbeit wie z.B. Abspülen, Staubsaugen, die Zubereitung einfacher Gerichte, eventuell Bügeln oder kleinere Einkäufe.
Zwei - bis dreimal in der Woche kann sich die Kinderbetreuung durch ein Au-Pair zudem auf die Abendstunden erstrecken, selbstverständlich unter gegenseitiger Absprache.

Freiwilligendienste
Werden besonders gerne von Studenten, Schülern als Überbrückungszeit genutzt. Aber auch "Aussteiger" und Menschen die sich umorientieren möchten, trifft man bei Freiwilligendiensten an. Man lernt dabei ein fremdes Land, seine Kulturen und die Sprache kennen und dient auch dem Gemeinwohl des Gastlandes. Bei dieser Form des Austauschprogrammes haben Sie die Möglichkeit humanitäre und ökologische Projekte aktiv zu unterstützen. Die Freiwilligen helfen mit ihrer Tätigkeit bei der Arbeit in sozialen Einrichtungen oder lokalen Umweltschutzorganisationen und erleben gleichzeitig hautnah die fremde Kultur. Um den Einstieg in das vielleicht noch fremde Land zu erleichtern, beinhalten die meisten Freiwilligendienste einen Sprachkurs, so dass Sie sich schon nach kurzer Zeit mit Ihrer Gastfamilie und den Kollegen unterhalten können. In jedem Fall erhalten die Teilnehmer eine Einführung bzw. Orientierung, um sich im Land und er neuen Kultur zurecht zu finden. Eine weitere Möglichkeit, einen sozialen oder ökologischen Dienst im Ausland zu absolvieren, ist der Europäische Freiwilligendienst (EFD). Dieses Programm wird durch das Aktionsprogramm JUGEND der Europäischen Union gefördert. Es soll Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren einen Aufenthalt im europäischen Ausland ermöglichen.

Schüler-/ Studentenaustausch
Meist ist ein Schüleraustausch die erste interkulturelle Erfahrung im Leben der Jugendlichen. Auch hier geht der Weg meist über den Aufenthalt bei einer Gastfamilie, wo ein Kind eventuell im gleichen Alter wie das Gastkind ist und die selbe Schule besucht. So sind sie von Anfang an inmitten der neuen Kultur und in einer Umgebung, die ihnen den Einstieg in die Alltagswelt des Gastlandes erleichtert. Der Alltag wird sozusagen gemeinsam gemeistert: miteinander kochen, essen, sich austauschen, diskutieren, Freizeit verbringen und lernen ermöglicht, die Welt aus der Perspektive eines anderen Kulturkreises zu erleben.

Flugtickets
Das Hin- und Herreisen wird nicht von den Austauschorganisationen übernommen.Sinnvoll sind daher möglichst umfangreise Informationen zum Thema Reisen oder Billigflieger
. (www.focus.de/reisen - www.billigflieger.de)

Workcampaufenthalte
Hilfe leisten und solidarisch reisen – diese Motive scheinen treffend zu beschreiben, was man sich gemeinhin unter einem Workcamp vorstellt. Etwas Konkretes machen, selber mit anpacken, zusammen mit denen »vor Ort«. Die Anziehungskraft der Workcamps besteht aber auch darin, für eine gewisse Zeit in einem vororganisierten Rahmen – und somit in einem geschützten Raum – abenteuerliche Erfahrungen in Ländern vornehmlich der Dritten Welt machen zu können und dafür wenig bezahlen zu müssen. Das Workcamp ist immer auch eine Form von Alternativtourismus und der Spaßfaktor mindestens so ausschlaggebend wie die Ideen der Solidarität, Hilfe und des persönlichen Erfahrungsaustausches über Lebensstile und politische Weltbilder.